
Blutegel können sehr lange Zeit ohne Nahrung leben. Als Nahrung dient ihnen ausschließlich Blut.
Der Biss des Blutegels ist relativ schmerzarm, vergleichbar mit einem Insekten- oder Nadelstich.
Die Bisswunde ist ungefähr 1-2 mm groß. Während des Saugens scheidet der Blutegel ein Sekret in die
Wunde ab. Dieses enthält unter anderem eine Histamin-ähnliche Substanz, die die Blutgefäße erweitert.
Dadurch wird die Blutfülle im Gewebe rund um die Wunde erhöht. Zudem wird Hirudin abgegeben, das die
Blutgerinnung hemmt. Im Sekret sind noch weitere Substanzen enthalten, die unter anderem gerinnungs-
und entzündungshemmende Eigenschaften besitzen. Nach 20 Minuten bis 2 Stunden ist der Egel gesättigt
und lässt los. Der Kiefer des Blutegels bleibt nicht in der Haut des Opfers zurück. Pro Mahlzeit saugt
ein Blutegel 3-6 ml Blut. Durch die Nachblutung, die bis zu 12 Stunden dauern kann, verliert das Pferd
weitere 20-30 ml Blut.
Indikationen:
Bei Pferden wird die Blutegeltherapie bei den folgenden Krankheiten eingesetzt:
- akute Rehe
- Fesselträgerentzündungen
- Arthritis
- Arthrose
- Spat
- Omarthrose (Schultergelenkserkrankung)
- Podotrochlose (Hufrollenerkrankung)
- Gonarthrose (Kniegelenk)
- Schale
- Abszesse
- Furunkel/Karbunkel
- Tendinitis (Sehnenentzündung)
- Gelenkgallen, Bursitiden